Ok, der Satz, der die meisten Leute vom Einstieg abhält, geht ungefähr so: „Bitcoin ist doch viel zu teuer, das kann ich mir gar nicht leisten.“ Und ich verstehe, woher das kommt — du schaust auf den Kurs, siehst eine große Zahl und denkst dir, so viel Geld hast du nicht übrig. Nur beruht dieser Gedanke auf einem Missverständnis.
Denn du kaufst nie einen ganzen Bitcoin. Bitcoin lässt sich in winzige Bruchteile aufteilen, und du kaufst genau so viel, wie du willst. Für zehn Euro bekommst du eben einen kleinen Bruchteil, für tausend einen größeren. Ob du mit zehn Euro oder mit zehntausend dabei bist, ändert nichts am Prinzip, nur an der Menge. Die abschreckende Zahl auf dem Kurschart ist also überhaupt kein Hindernis, sie schreckt nur ab, solange man den Bruchteil-Gedanken nicht kennt.
Und jetzt kommt der eigentlich clevere Teil, der vielen Einsteigern das Leben leichter macht: der Durchschnittskosten-Effekt, auf Englisch oft „Dollar Cost Averaging“ genannt. Die Idee dahinter ist entspannt einfach. Statt dir den Kopf zu zermartern, ob genau heute der perfekte Einstiegszeitpunkt ist, kaufst du einfach regelmäßig eine feste Summe, zum Beispiel jeden Monat automatisch per Sparplan. Ist der Kurs gerade hoch, bekommst du für dein Geld weniger. Ist er tief, bekommst du mehr. Über viele Monate hinweg mittelt sich dein Einstiegspreis dadurch ganz von selbst aus. Der größte Stress beim Investieren ist die Angst, im falschen Moment einzusteigen. Genau diese Angst nimmt dir der Sparplan-Ansatz. Du musst den Markt nicht timen, nicht auf den perfekten Tiefpunkt lauern, nicht in Panik verfallen, wenn es mal rauf oder runter geht. Du machst einfach regelmäßig dasselbe, ruhig und automatisch. Das ist keine Zauberformel und kein Gewinnversprechen, aber es ist ein Werkzeug, das den Druck rausnimmt und aus einer großen, einschüchternden Entscheidung viele kleine, entspannte macht.